Studien- und Beratungsangebote

1. WELCHE FRAGEN BESCHÄFTIGEN JUNGE MENSCHEN VOR BEGINN IHRES STUDIUMS AM MEISTEN?

Junge Menschen, die an der Folkwang Universität der Künste studieren möchten, beschäftigen sich intensiv mit den Anforderungen der künstlerischen Eignungsprüfungen. Viele fragen sich, ob ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ausreichen. Zudem gibt es Fragen zur Studienfinanzierung und zum studentischen Leben. Bei internationalen Studieninteressierten geht es oft um Visa und Sprachkenntnisse. Im Studium stellen sich dann Fragen zur Planung des Studienverlaufs, zur Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, zu geplanten Studiengangwechseln oder zur beruflichen Orientierung nach dem Studium.

Die Studienfinanzierung spielt eine entscheidende Rolle. Es erreichen uns viele Fragen zum BAföG, zum Elternunterhalt, zu Stipendien, Krediten oder Minijobs. Auch die Suche nach einem geeigneten Wohnplatz – ob in der WG, allein oder einem Wohnheim – beschäftigt die Studienanfänger sowie die Aufregung, in einer neuen Stadt anzukommen, Freunde zu finden und das Studium zeitlich zu meistern. Der Übergang von der Schule an die Hochschule ist für die meisten eine große Herausforderung, denn das Lernpensum und die Anforderungen der Hochschulen sind um einiges höher als in der Oberstufe.

Studieninteressierte beschäftigen sich vor allem mit der Frage, wie sie Studium, Beruf und Privates am besten unter einen Hut bekommen. Darüber hinaus stehen Fragen zur Studienorganisation ganz oben auf der Liste, also beispielsweise mögliche Fristen oder Zulassungsvoraussetzungen. Wichtig auch: Wie bewerten Unternehmen die Studienabschlüsse und welche Karrierechancen ergeben sich für Absolventen? Während des Studiums geht es dann in erster Linie um Prüfungsmodalitäten und Fragen zur Anrechnung von Leistungen. Auch mit einem möglichen Wechsel des Studienortes beschäftigen sich Studierende.

Vor dem Studium erreichen uns vor allem Fragen zu Studiengängen und deren Inhalten. Auch möchten junge Menschen wissen, für welche Studiengänge sie sich bewerben müssen und wie sie sich für ein Studium einschreiben. Sind sie dann erst einmal an der Universität angekommen, stellen sich weitere Fragen. Sie suchen Informationen zum Studienverlauf oder zur Organisation ihres Studiums. Außerdem kontaktiert man uns bei Problemen, etwa wenn Zweifel an der Studienwahl aufkommen oder ein Fachwechsel geplant ist. Ein weiteres Thema ist das liebe Geld – vor und während des Studiums.

2. BEEINFLUSSEN SPRACHBARRIEREN DIE TÄGLICHE ARBEIT BEI DER BERATUNG?

An der Folkwang Universität der Künste kommen rund 40 Prozent der Studierenden aus dem Ausland. Wir können trotzdem (fast) immer eine Sprache anbieten, in der die Verständigung gut möglich ist. Bei uns ist die Verbindung guter Sprachkenntnissen und ausgeprägter interkultureller Kompetenz unbedingte Voraussetzung für die Tätigkeit als Berater. So überwinden wir Sprachbarrieren und verhindern kulturell bedingte Missverständnisse. Der hohe Anteil internationaler Studierender beeinflusst die Arbeit der Studienberatung an Folkwang also allenfalls im Hinblick auf zeitliche und personelle Kapazitäten.

Unsere tägliche Arbeit ist selten von Sprachbarrieren beeinflusst. Junge Menschen mit Migrationshintergrund, die im Ruhrgebiet ihr Studium aufnehmen wollen, haben eine allgemeine Hochschulreife und damit gute Sprachkenntnisse. Auch internationale Studierende sprechen in der Regel gut Deutsch oder Englisch, da dies in den einzelnen Studiengängen gefordert wird. Sehr selten kommt es zu Schwierigkeiten aufgrund von Sprachbarrieren, beispielsweise bei Geflüchteten oder chinesischen Studierenden. Dann können wir aber häufig auf die Dienste eines Übersetzers zurückgreifen.

Verständigungsprobleme aufgrund der Sprache spielen bei der Beratung an der FOM so gut wie gar keine Rolle. Junge Menschen aus dem Ausland, die sich für ein Hochschulstudium an der FOM interessieren, sind in den meisten Fällen hochqualifiziert – und sprachlich bereits so gut aufgestellt, dass es kaum Schwierigkeiten in der Kommunikation miteinander gibt. Wenn es von Interessenten oder Studierenden aber gewünscht wird, berät das Studienberaterteam der FOM auch gerne in englischer Sprache.

Im Ruhrgebiet leben Menschen vieler verschiedener Nationalitäten. Auch die Studienlandschaft ist international aufgestellt. In der Regel ist mit internationalen Studierenden, für die das Akademische Auslandsamt der Universität zuständig ist, die Kommunikation auf Deutsch oder Englisch möglich. Manche Mitarbeiter können auch in anderen Sprachen mit Ratsuchenden kommunizieren. Bei spezifischen Zielgruppen, etwa Geflüchtete ohne hinreichende Sprachkenntnisse, kann es vorkommen, dass die Sprachbarriere eine Rolle spielt. Häufig bringen die Ratsuchenden dann jemanden mit, der übersetzt.

3. AUCH STUDIERENDE HABEN KINDER. WIRD BERATUNG ZUM „STUDIUM MIT KIND“ NACHGEFRAGT?

Der Studien-Alltag mit Kind(ern) an einer Kunst- und Musikhochschule ist ein besonderer Balanceakt für junge Künstler. Daher werden Eltern in den Bereichen der Studienberatung, der Studienfinanzierung und der Kinderbetreuung unterstützt. Außerdem können sich Studierende auf ein „Familienstipendium“ bewerben. Eine Kooperation mit zwei Kindertagespflegen bietet feste Betreuungsplätze. Und die „Folkwang Flying Nannies“ ermöglichen individuelle Kurzzeit-Betreuung, etwa während des Unterrichts. Zudem gibt es bei uns Teilzeitstudiengänge, die die Vereinbarkeit von Studium und Familie erleichtern.

Uns erreichen oft Anfragen von Studierenden, die mit dieser Situation überfordert sind. Wir geben den jungen Eltern dann eine Orientierung und informieren über Besonderheiten, etwa Sozialleistungen, Sonderregeln im Studium oder Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag. Ganz zentral ist natürlich die Betreuung der Kinder. Das Studierendenwerk betreibt Kitas und Tagespflegeeinrichtungen, in denen Kinder von Studierenden betreut werden. Es sind aber auch die „kleinen Dinge“ wichtig, etwa Wickelräume am Campus oder die Möglichkeit, Fläschchen und Gläschen in der Mensa erwärmen zu können.

Zum Thema „Studium mit Kind“ erreichen uns kaum Anfragen. Das liegt an der Studienstruktur der FOM. Bei einem berufsbegleitenden Studium bekommen die Studierenden meistens Unterstützung von ihrem Arbeitgeber, zum Beispiel in Form einer Teilzeitanstellung. So können Studierende, die ein Kind haben, ihr Studium und die Familiensituation gut miteinander verbinden. Die FOM bietet zudem an, das Studium für ein Jahr zu unterbrechen und in dieser Zeit zwei Urlaubssemester zu nehmen. Außerdem können an der FOM Prüfungstermine nach vorheriger Absprache flexibel gestaltet werden.

Die Universität Duisburg-Essen versteht sich als familiengerechte Hochschule. Für Studierende sind vor allem die Themen Studiengestaltung, Prüfungen und Fristen, Kinderbetreuung sowie die Studienfinanzierung von Interesse. Oft geht es in der Beratung um die Vereinbarkeit von Familie und Studium. In Bezug auf die Familiensituation werden dann die Möglichkeiten an der UDE vorgestellt und auf Beratungs- und Unterstützungsangebote verwiesen, etwa die Kurzzeitbetreuung des Familienservicebüros oder die Angebote des Studierendenwerks. Bei Bedarf berät auch das „Akademischen Beratungs-Zentrum Studium und Beruf“ (ABZ).

3. IST DIE BERATUNG AUCH EIN BINDEGLIED ZWISCHEN ARBEITGEBERN UND STUDENTEN?

Ein Studium an der Folkwang Universität der Künste ist vom ersten Tag an auf die Anforderungen der Berufspraxis ausgerichtet. Der Austausch zwischen etablierten Künstlern und Studierenden findet sehr lebendig statt. Häufig sind es die Lehrenden, die Kontakte zu Probespielen vermitteln oder Kooperationen anstoßen mit den Konzerthäusern, Bühnen, Museen und Galerien der Region. Darüber hinaus ist die Künstlervermittlung der „Folkwang Agentur“ Ansprechpartnerin für potenzielle Arbeitgeber. Sie vermittelt Studierende in Engagements, Jobs und Kunstprojekte.

Solche Anfragen erreichen uns eher nicht. Wir sind ja kein Bindeglied zwischen Arbeitgebern und Studierenden. Bei uns geht es immer ausschließlich ums Studium. Wir beraten jedoch zu Fragestellungen, die das Jobben betreffen. Zum Beispiel: „Wie lange darf ich neben dem Studium arbeiten?“ oder „Welche Regelungen muss ich dabei beachten?“. Das spielt bei unserer Arbeit durchaus eine große Rolle. Schließlich arbeiten 68 Prozent der Studierenden neben dem Studium. Das stellt sie im Alltag vor manche Herausforderung – und wir versuchen, ihnen dabei zu helfen, alles unter einen Hut zu bekommen.

Ja, sie ist ein solches Bindeglied. Die FOM bietet beispielsweise eine Stellenbörse an und hält eine Liste der Kooperationspartner bereit. So gibt es eine direkte Verbindung, von der sowohl mögliche Arbeitgeber als auch die Studierenden profitieren. Der Blick in die Wirtschaft zeigt, dass viele Unternehmen Mitarbeiter mit der Fähigkeit zum erfolgreichen Theorie-Praxis-Transfer und den wichtigsten Soft-Skills suchen. Mit Fallbeispielen, Transferberichten und Forschungsarbeiten arbeiten Studierende in einem Studium an der FOM auf genau diese Anforderungen hin.

Zum ABZ gehört der Career Service. Er ist eine Anlaufstelle rund um die Themen Bewerbung, Recruiting und Berufseinstieg. Die Möglichkeiten für ein Engagement von Unternehmen im „Career Service“ der UDE beginnen mit dem Schalten von Praktikums- und Stellenanzeigen im Online-Stellenportal und reichen bis zu kooperativen Seminarangeboten oder zur Beteiligung am Mentoring-Programm „DiMento“. Bei Job- und Karrieremessen bietet die UDE Studierenden und Unternehmen ebenso ein Forum zum gegenseitigen Kennenlernen, etwa bei „Speed Dating Days“.