Leibniz Science Campus Ruhr

Gesundheitsforschung made in Essen

Wie lässt sich in Regionen mit einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung die medizinische Versorgung sicherstellen? Dieser Frage geht der in Essen beheimatete Leibniz Science Campus Ruhr (LSCR) nach. In ihm bündeln das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (vormals Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung) und die Universität Duisburg-Essen (UDE) ihre gesundheitsökonomische Kompetenz. Gemeinsam stärken sie so die Gesundheitsforschung am Wissenschaftsstandort Essen. Ziel der Forschungskooperation ist es, die Ursachen und Konsequenzen regionaler Unterschiede im Gesundheitswesen zu analysieren, Strategien zur Bewältigung der drohenden Unterversorgung im Gesundheitswesen zu identifizieren und ausgewählte Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz der Gesundheitsversorgung zu bewerten.

Thematischer Schwerpunkt sind die „Herausforderungen im Gesundheitswesen in Regionen mit sinkenden Bevölkerungszahlen und alternder Bevölkerung“. Er gliedert sich in drei Forschungsbereiche. Erstens: regionale Unterschiede im Gesundheitswesen, ihre Gründe und ihre Konsequenzen für die Gesundheitspolitik. Zweitens: die Nachhaltigkeit der Versorgung, insbesondere die Frage, wie der Zugang zur ambulanten Versorgung im ländlichen Raum sichergestellt werden kann. Drittens: die Prävention; hier geht es beispielsweise darum, wie die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen durch die Verhütung von Krankheiten gesenkt werden kann.

Neben dem RWI und der UDE ist die niederländische Universität Tilburg als weitere hochkarätige wissenschaftliche Einrichtung Teil des LSCR. Komplettiert wird die Forschungsgemeinschaft durch ein lebendiges Netzwerk von externen Partnern aus dem Gesundheitsbereich. Zu diesem gehören die AOK NordWest, die Deutsche Rentenversicherung Westfalen, die Maternus-Klinik Bad Oeynhausen und das Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse, WINEG. Der LSCR wird von der Leibniz-Gemeinschaft über vier Jahre mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert. Eine Verlängerung um weitere vier Jahre wird angestrebt.

Weitere Informationen unter:
lscr.rwi-essen.de