Kommunikationsmaßnahmen

Am Anfang war die Marke

Das Ziel, das allen Kommunikationsmaßnahmen zur Wissenschaftsstadt Essen zugrunde liegt, ist eindeutig und liest sich recht simpel: Essen soll als exzellenter Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungsstandort profiliert werden. Aber, wie kann sich die Wissenschaftsstadt Essen im Wettbewerb von den nicht wenigen anderen Städten mit ähnlichen Qualitäten abheben? Eine der Antworten lautet „Marke“. So stand am Anfang des gesamten Kommunikationsprozesses dann auch die Herausforderung, eine Marke zu entwickeln und diese in der Folge als Mittel zur Differenzierung, Abgrenzung und Identitätsstiftung der Wissenschaftsstadt Essen einzuführen und zu etablieren. Zu diesem Zweck wurde eine einfach erfassbare und prägnante Wort-/Bildmarke geschaffen, die mit ihrer Farbkombination auf die Vielfalt der Wissenschaftslandschaft und deren Bandbreite in Essen hinweist. Natürlich ging es bei der Markengestaltung nicht nur um das Logo und die Hausschrift. Es ging vielmehr um den gesamten visuellen Auftritt der Wissenschaftsstadt Essen – um alle Offline-, Online- und Out-of-Home Media-Kommunikationsmaßnahmen. Mittlerweile ist ein einheitliches Corporate Design entstanden, der Wiedererkennungswert der Wissenschaftsstadt Essen ist gestiegen, und das konsequent angewandte Erscheinungsbild trägt zur Unterscheidung von anderen Wissenschaftsstädten bei.

Vom Wissenschaftsblog zum Transferfinder

Die Wort-/Bildmarke wurde frühzeitig auf der Website „wissenschaftsstadt-essen.de“ eingesetzt, die bereits im Februar 2016 online ging. Die Inhalte und Angebote der Wissenschaftsstadt Essen und folglich auch der Website richten sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen, darunter Studierende und Studieninteressierte, die Bevölkerung, Schüler sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Aus diesem Grund stellt die Website einerseits allgemeine Informationen zur Wissenschaftsstadt bereit, andererseits wurde bei der Gestaltung und den Inhalten der Website der Heterogenität der Zielgruppen Rechnung getragen. Bereits auf der Startseite wird die jeweilige Zielgruppe direkt adressiert und auf die für sie relevanten Inhalte gelenkt. Insgesamt decken diese ein breites Spektrum ab, angefangen von Stellenangeboten der Wissenschaftsinstitutionen über den Wissenschaftsblog „Auf den Punkt“ mit Beiträgen zu aktuellen wissenschaftlichen Themen bis hin zum „Wissenschaftsstadt Essen TV“. Speziell an die Wirtschaft richtet sich das Feature „Transferfinder“. Bei dieser Datenbank ist der Name Programm: Sie erleichtert den Wissenschaftstransfer. Hier finden Unternehmen für ihre Innovationen im oft unübersichtlichen Dschungel von Forschungsthemen mit wenigen Klicks den richtigen Ansprechpartner oder das geeignete wissenschaftliche Projekt. Selbstverständlich ist die Website auch mit den Social-Media-Kanälen Facebook und Youtube verknüpft, und ein digitaler Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Themen.

Cross-Channel für den Wissenschaftssommer

Die Ansprache der Zielgruppen der Wissenschaftsstadt Essen erfolgt nicht nur über die Website und Social Media, sondern auch über Print- bzw. die Vernetzung von Digital- und Printkanälen. Das wird im Rahmen der Cross-Channel-Kommunikation zum 2. Essener Wissenschaftssommer besonders deutlich. Das für Essen neue Veranstaltungsformat musste bekannt gemacht werden und eignete sich gleichzeitig hervorragend, um auf das Image der Wissenschaftsstadt Essen einzuzahlen. Die zahlreichen durch die EWG – Essener Wirtschaftsförderung erstellten Pressemitteilungen gingen insgesamt an über 1.000 Journalisten aus Essen und der Region sowie an Redakteure von Print- und Online-Fachpublikationen. Überregionale Fachmedien und die regionalen Tageszeitungen berichteten – und gekoppelt mit Anzeigenschaltungen – ebenso Magazine wie Coolibri, Heinz Magazin, Informer, Rhein-Ruhr-Magazin und SMAG, das sich besonders an junge Menschen wendet. Alle Magazine wiesen zudem auf ihren Websites und in ihren Social-Media-Kanälen auf den Wissenschaftssommer und dessen verschiedene Veranstaltungen hin. Um die hohe Aufmerksamkeit von Bewegtbild-Content in der Online-Welt zu nutzen, wurden Video-Clips produziert, die in den Social-Media-Kanälen ausgewählter Magazine und natürlich auf der Wissenschaftsstadt eigenen Website gezeigt wurden.

Grashüpfer springt durch die Außenwerbung

Zusätzlich wurden einige Formen der Außenwerbung genutzt: Ein für den Wissenschaftssommer produziertes, zwei mal zehn Meter großes Banner über der Kettwiger Straße kündigte die Veranstaltung an und bewarb sie über mehrere Wochen ebenso wie Poster, Plakate und Veranstaltungsflyer, die von vielen Partnern der Wissenschaftsstadt Essen eingesetzt wurden. Auf Stelzen laufende und als Grashüpfer verkleidete Studenten verteilten die Flyer zudem an mehreren Wochenenden in den frequenzstarken Lagen von Limbecker und Kettwiger Straße. Das Kostüm nahm Bezug auf das Key Visual des 2. Essener Wissenschaftssommers, der im Rahmen des Grünen Hauptstadtjahres stattfand. Dabei war der Grashüpfer Metapher für eine grüne und intakte Umwelt und wurde bei allen kommunikativen Maßnahmen verwendet.

Kurzum: Die Kommunikation über interagierende Kanäle, die alle Zielgruppen nach ihren Bedürfnissen nutzen können, haben dazu beigetragen, das Veranstaltungsformat Wissenschaftssommer erfolgreich zu etablieren und den Bekanntheitsgrad der Wissenschaftsstadt Essen zu steigern.

Claudia Peters
Leiterin Kommunikation,
EWG – Essener
Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH